1999 - Fachberater

1999 war Boris Ben Siegel für eine Produktion des Mannheimer Nationaltheaters als Fachberater engagiert:

Eins ist Noth inszeniert von Manfred Weiss

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Zukunft ohne Arbeit?" (Referenten u.a. Richard Sennett, „Der flexible Mensch", und Frithjof Bergmann, Gründer und Direktor des Center for New Work, Ann Arbor) - die in Kooperation mit dem DGB, Landesbezirk Baden-Württemberg, und dem Landesmuseum für Technik und Arbeit, Mannheim durchgeführt wurde - haben der Regisseur Manfred Weiß und die Schauspieler - zum Teil im direkten Gespräch mit Arbeitslosen Biographien und Szenen erarbeitet, die sich diesen Fragen stellen. Der Titel „Eins ist Noth" ist einer anonymen Flugschrift aus dem Umfeld Georg Büchners entlehnt, dessen politische Streitschrift („Der Hessische Landbote") mit dem Motto „Friede den Hütten, Krieg den Palästen" Geschichte gemacht hat.

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2000/2001 - Regieassistenz

Boris Ben Siegel war am Landestheater Schwaben in Memmingen von 2000 bis 2001 für zwei Produktionen als Regieassistent und Inspizient

Pinocchio von Carlo Collodi, inszeniert von Angela Khuon-Siefert

Hossa, eine Schlagerrevue inszeniert von Olga Sawitzki

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2001 - Das kunstseidene Mädchen

Roman: Irmgard Keun  Inszenierung: Boris Ben Siegel

<< Ich bin die Doris, bin achtzehn Jahre, und komme aus Saalfeld. Und ich will nach Berlin! Da is´ was mit Berlin. Weil ich dort nämlich ein Glanz werde. >> Mit diesem Satz lässt Siegel die Reise der Romanheldin, gespielt von Brit Bartuschka, beginnen.

Auf ihrem Weg berühmt werden zu wollen verfängt sich Doris immer mehr im Netz der grossen Stadt und ihrer Männer. Leise und laut, auf komische Art und Weise traurig, kopflos und doch zielsicher. Sie singt, tanzt, rezitiert Goethe frei nach Siegel ´s Dramaturgie. Während im Roman von Irmgard Keun die Heldin nach Berlin flüchtet, lässt  Boris Ben Siegel sie in seiner Inszenierung ganz bewusst nach Berlin aufbrechen, mit dem Ziel dort zu Ruhm zu kommen, zieht damit gezielt Parallelen zur heutigen Zeit, und zeigt wie trotz anfänglichen Erfolgen jederzeit ein schneller Absturz droht, auch wenn es nur wie bei Doris aus dem Wunsch heraus entsteht, den Mann für sich zu gewinnen, den sie glaubt zu lieben. << Und habe dann eine Nacht - halb geschlafen auf einer Bank, im Winter. Ich ging herum mit mein Koffer und wusste nicht mehr, was ich wollte und wohin. >>

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2001 - Wenn Vampire Rosen züchten

von Coralie Wolff und Boris Ben Siegel nach Roald Dahl

In den nebligen Novembernächten, in denen die Schleier zwischen unserer und der Anderwelt am dünnsten sind, mietet sich der Vertreter Billy ein Zimmer bei einer wunderlichen Dame in Südengland. Schon am Abend seiner Ankunft erfährt er, daß die Vormieter seines Zimmers eigentlich verstorben sind, aber doch scheinen sie noch am Leben zu sein. Als er den Machenschaften seiner Wirtin auf den Grund kommt, beginnt die ihm verabreichte Pilzvergiftung zu wirken...

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2002 - Angst isst Seele auf

Hommage an Rainer Werner Fassbinders Film «Angst essen Seele auf» (1974)

Produktion: Yilmaz Arslan Filmproduktion GmbH, D 2002
Buch und Regie: Shahbaz Noshir-Öz
Sprachen: Deutsch; französisch und italienisch untertitelt
Filmlänge: 13 Minuten

DarstellerInnen:

Brigitte Mira
spielte bereits im Fassbinder-Film von 1974 die Rolle der «Emmi»

Pierre Sanoussi-Bliss
«Mulu», Stimme aus dem Off

Selim Dursun («Rechtsradikaler Hirschke»),
Michael J. Lieb («1. Polizist»), Samir Osman («2.Polizist»),

Boris Ben Siegel («Schauspielleiter», Stimme aus dem Off)
 

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2002 - Tagträumer

von William Mastrosimone,

nominiert für den Theaterpreis der Stuttgarter Zeitung 2002

Der Asphaltcowboy in seiner Fahrerkabine, an dem unerreichbar die ganze Welt vorbeizieht und die kleine Verkäuferin, die sich in ihrer Wohnung vor der Welt verschließt und sich ihren Phantasien hingibt. Beide träumen von der großen Freiheit und scheuen sich vor dem Sprung ins kalte Wasser der Realität. Das Schicksal hat sie zusammengeführt und gibt Ihnen die Chance ihre Träume gemeinsam zu verwirklichen …

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2002 - Hexe Baba Jaga

nach russischen Volksmärchen geschrieben und inszeniert von Boris Ben Siegel

Zwei Kinder machen sich auf den Weg aus der sibirischen Einöde, Nastjenka von der Stiefmutter verstossen und Iwanuschka, der seine armen Eltern verlässt, um zu viel Geld und einer schönen Frau zu kommen. Und natürlich gibt es eine Hexe, Baba Jaga, die mit Zauberei versucht die Geschicke der beiden zu lenken. Und so finden die beiden den Weg zueinander und treffen in “Superkaufhausen” ein, in der reichen Zivilisation. Fernab von zu Hause, sind alle Weichen für das Glück der beiden gestellt. Doch finden sie es tatsächlich?

Eine moderne Geschichte, zeitgemäss und dabei kritisch, in märchenhafter Kulisse.

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2003 - Mörderblumen

von Susanne Boetsch, Uwe Heene und Boris Ben Siegel

Häuserfassaden und drei Blicke dahinter ...

3 Episoden :

Siegel in drei Rollen, als Monsieur Soulier, als Sicherheitsinspektor Gruber und als Stotterer

Ein verschwundener Nachbar, der Hausmeister mit der Rakete und die Leiche im Keller. Ein kurzer Film. Drei kurze Stücke. »Es lebe das absurde Theater! Es macht diebisches Vergnügen mitzuerleben, wie Situationen, die ganz banal anfangen, ins Unsinnige abgleiten.« (Die Rheinpfalz)

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2003 - Gilgamesch

Ein ungewöhnliches Theaterprojekt wurde im Rahmen des Ludwigshafener Kultursommers 2003 angeboten. Das Epos von Gilgamesch spielte nachts auf freiem Feld. Als Spielort hatte sich Regisseur Jorgos Papastefanou einen Acker am Rande Ludwigshafens, zwischen Rosslache und Rohrlache (Willersinnweiher) ausgesucht –  mit Blick auf die Silhouette der BASF.

Die Vorführungen des Ananke Performancetheaters fanden am 19. und 20. Juli statt und begannen mit Einbruch der Dunkelheit. Pyrotechnische Effekte erleuchteten die Theaterszenerie. Inmitten der Zuschauer, die auf dem mit Stroh bedeckten Ackerboden sassen, spielten und erzählten drei Schauspieler, Hedwig Franke, Boris Ben Siegel als Enkidu (Foto) und Jorgos Papastefanou, begleitet von persischer Musik, die Geschichte von Gilgamesch, dem Erbauer der ersten Stadt und Gründer der Zivilisation in Mesopotamien.

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2003 - Fliegende Fische

 

 

 

Die Ferne ist ein schöner Ort

doch wenn ich da bin ist sie fort

„ Viel Platz ist nicht auf dem kleinen Podest, hautnah bewegen sich die Drei“ … „um einen Tisch aus einem Brett und zwei Böcken.“ „Sie singen und reden über dies und das, fast über alles“ … „Freiheit und Enge, Liebe und Sex, Politik und Anarchie, Monotonie und Ausbruch“  „… einerseits literarisches Kabarett und andererseits aus dem Vollen emphatisch …“ >Die Rheinpfalz<

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2004 - Endlich Schluss

von Peter Turrini

Man begehrt ihn an allen Orten.

Man überhäuft ihn mit Angeboten. Überall verlangt man nach ihm. Er hat eine Pistole in der Hand, spannt den Hahn und hält die Pistole an seine Schläfe. Er ist unendlich glücklich... “Ich zähle bis Tausend und dann bringe ich mich um.

Während er sein Leben erzählt, erweckt er Symapathie, Mitleid, Unverständnis und Abneigung zugleich. Die widersprüchlichen Gefühle zu seinem Journalistendasein, die depressionsartigen Zustände, die Untreue gegenüber seiner Frau, der Hass auf die Kollegen – Siegel spielt das alles so überzeugend, dass man ihm abnimmt, er sei dieser am Leben gescheiterte Mann, der offenbar unter Geltungssucht leidet und dem es trotz aller Entschlossenheit schwer fällt, den finalen Schlussstrich zu ziehen. Bringt er sich nun um oder nicht? Das Stück bleibt bis zum Schluß spannend.

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2004 - Erster sein

Ein Hörspiel geschrieben von Susanne Boetsch, gesprochen von Boris Ben Siegel

nominiert für den 6. Karlsruher Hörspielpreis

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2005 - Linie 3 ein MALUsical

 

Fritz (Boris Ben Siegel - Foto, m.) und Madeleine Bleifüß (Coralie Wolff), bisexuell, haben ein gar nicht künstlerisches Auge auf ihren Jungdarsteller Dralle ( Christian Birko-Flemming) geworfen ... Pianistin Naschi (Stefanie titus) hat sozusagen alle Hände voll zu tun, denn das berühmte Musical „Linie 1“ soll aufgeführt werden …

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2005 - Elfriede aus dem Paradies

Ein Hörspiel von Susanne Boetsch

 

es sprechen :

Hedwig Franke - Stimme

Frank Ruppert - Lautsprecher

Boris Ben Siegel - Vertreter

Gabriele Susemichel - Mutter

Coralie Wolff - Elfriede

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2005 - Q10 überAltern. überLeben. überLeichen.

Futuristische KrimiGroteske von Susanne Boetsch

Regina von Dönitz, pensionierte Mathematiklehrerin mit gefälschtem Adelstitel hat sich zusammen mit ihrer Hausdame Hohenstett auf das Erschleichen von Renten spezialisiert. Um ihren Lebensstandard zu sichern ehelicht sie fortwährend ältere, kinderlose, aber dafür wohlhabende Herren, um sie unter Vorspiegelung einer tödlichen Krankheit alsbald in den Selbstmord zu treiben. Dummerweise erscheint bei einem Opfer unerwartet der verheimlichte Sohn des jüngst Verblichenen.

Dem Regisseur Boris Ben Siegel gelingt es mit seinen Schauspielskollegen, inklusive dem jungen Erzähler Gregor Nebel, die schwierige Gratwanderung zwischen kalter Atmosphäre, ironischem Witz und ernsthaftem Hintergrund, meisterhaft in Szene zu setzen.

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